Hintergrund

Ganz allgemein versteht man unter Solarthermie die Umwandlung der Sonnenenergie in weiter nutzbare Wärmeenergie. Besonders in Wahlkämpfen wird der Standpunkt der einzelnen Parteien zu natürlichen Energiequellen ständig hinterfragt, um auf eine gewisse Weitsichtigkeit der Parteien schließen zu können. Unbestritten ist das Potenzial, das in erneuerbaren Energien steckt und das durch ständige Weiterentwicklungen besser genutzt werden kann.

Die Sonneneinstrahlung, die täglich auf die Erde trifft, betrifft im Tagesdurchschnitt 165 Watt pro Quadratmeter. Natürlich schwankt dieser Wert je nach Breitengrad, allerdings speziell für Deutschland gemessen übersteigt es den Primärenergieverbrauch um den Faktor 80. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas oder Erdöl kann diese Art der Energiegewinnung unbegrenzt genutzt werden, sodass man bei Solarenergie von der Energie der Zukunft sprechen kann.

Ein weiteres Statement, das man mit der Nutzung von Sonnenenergie abgibt, ist, dass man aktiven Umweltschutz leistet. Durch die Installation einer thermischen Solaranlage wird aktiv zu einer Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emission beigetragen.

Geschichte

Die Sonderstellung von Solarenergie kann bis in die Antike zurückverfolgt werden. Die besondere Rolle der Sonne ist in beinahe allen Kulturen zu beobachten. Anzeichen passiver Nutzung lassen sich so bereits in der Architektur der Ägypter sowie der Bewohner Mesopotamiens und südamerikanischen Hochkulturen in der Antike feststellen. So wurden beispielsweise Türen so positioniert, dass sie sich zur Mittagszeit an der sonnenabgewandten Seite befanden, während in kalten Klimazonen Türen und Fenster vorzugsweise auf der windabgewandten Seite des Hauses in Richtung Sonnenseite lagen. Der antike griechische Mathematiker, Physiker und Ingenieur Archimedes von Syrakus soll beispielsweise die Kraft der Sonne erkannt haben und Hohlspiegel zur Fokussierung von Licht angewandt haben. Aktiv genutzt wird die Sonnenenergie allerdings erst in der Neuzeit. So erfand der Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure im 18. Jahrhundert die Vorläufer der Solar-Kollektoren. 1839 entdeckte der französische Physiker Henry Becquerel den Fotoeffekt, wodurch die Voraussetzungen für unsere heutigen Solarzellen geschaffen wurden. Nachdem die Verbreitung dieser Energien allerdings bis in die 1970er Jahre stockte, sorgte der Schock der ersten Ölkrise für das Einsetzen verschiedener Aktivitäten, um brauchbare Konzeptionen für die Solarenergienutzung zu entwickeln.



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